Johann beim Kunstprojekt sozialplast 2007
Am Alten Güterbahnhof in Münster (Westf)
Vom 20. bis 30. Juli 2007 fand im Proberaum-Zemtrum am Alten Güterbahnhof in Münster das Kunstprojekt sozialpalast 2007 statt.
Zufahrt, Güterbahnhof, MünsterAm Kopfende des Güterbahnhofs befinden sich nebeneinander zwei Großflächen-Werbewände in Sichtweite zum Eingang zu den Kellerproberäumen.
Kopfende, Güterbahnhof, MünsterEine dieser Plakatwände wird für das Kunstprojekt mit weissem Makulaturpapier plakatiert und zu einer Videoprojektionsfläche umfunktioniert.
Werbewände, Güterbahnhof, MünsterAb Sonnenuntergang, gegen 21Uhr30, findet jeden Abend eine Kamera-Projektion aus den Keller-Proberäumen der am Güterbahnhof ansässigen Musikszene statt.
Proberaum, Güterbahnhof, Münster60 einzelne Proberäume und deren gegenständliches und musikalisches Innen- und Eigenleben werden in der Zeit von 11 Tagen allabendlich mittels Handkamera erfasst und mit einem Video-Projektor auf der als Leinwand umfunktionierten Plakatwand fürs Publikum zeitgleich draußen abgebildet.
Projektion, Güterbahnhof, MünsterEs enstehen direkte Szenen aus dem abendlichen Probebetrieb der Musiker, die Einblicke in ihre Musikräume und in Ihre Arbeit gewähren.
Proberaum, Güterbahnhof, MünsterMit möglichst geringem Einfluss auf das Wirken der Musiker nimmt die Handkamera die Musik im Entstehungsprozess und im eigentlich zurückgezogenen Raum ab und projeziert spannungsgeladene Bilder und Töne innerhalb der Rauminstallation des Kunstprojekts zeitgleich nach draußen auf die Leinwand und an das Publikum heran.
Projektion, Güterbahnhof, MünsterEin intimes Musikgeschehen im Probemodus, der dem Publikum normalerweise verborgen ist, wird mit den sozialpalast-eigenen Mitteln inszeniert:
Distanz und Nähe, Verdeutlichung von Verhindertem, Kamera-Bilder und deren Projektion, Authenzität von Ereignissen im Spiel bildender und filmischer Darstellung innerhalb einer wie vorgefunden übernommenen Rauminstallation verbindet eigenständige Kunstdistziplinen übergreifend in einem Projekt.
Vom 20. bis 30. Juli 2007 fand im Proberaum-Zemtrum am Alten Güterbahnhof in Münster
Johann beim Kunstprojekt sozialplast 2006
In der Osmo-Halle 3a am Hafen in Münster (Westf)
Im gesamten August 2006 findet in der brachliegenden, ehemals industriell genutzten Osmo-Halle 3a am Innenhafen in Münster das Kunstprojekt sozialpalast statt.
Der vorgefundene Raum besteht aus einer ca. 1200qm großen Innenhalle, die durch einen Holzzaun von einem ca. 400qm grossen überdachten Außenbereich abgetrennt ist. In der Mitte des Zaunes befindet sich ein 8 Meter breites Tor.
Jeden Abend wird dieses Tor zur Seite gezogen und gibt den Blick auf die Requisiten einer Kulissenlandschaft frei: In dem geöffneten Tor des Zaunes befindet sich eine Bar, entstanden aus unterschiedlichen, gemixten Gegenständen münsteraner Wohnungseinrichtungen. Weit dahinter, im Inneren der Halle, öffnet sich ein zweiter möblierter Raum, der mit der Bar durch einen Flur verbunden ist.
In dieser Bühnenkulisse wird das Mobiliar einerseits entsprechend seinem Gebrauchskontext und andererseits gemäss seiner Formen und Farben aufgestellt, gestapelt und geschichtet. Die raumbezogene Installation der Objekte erschafft somit ein spannungsgeladenes, dreidimensionales Bild.
Die in der Halle aufgebaute Zimmerkulisse ist als Auftrittsort für Musiker bestimmt.
Es wurden Musiker ausgewählt, die auf Komposition, Rhythmus und Balance unserer Arbeit eingehen und deren Arbeitsweise der unseren weitgehend entspricht: erst während des Spielens selbst entwickeln sie ihre Musik, wobei die Aufeinanderschichtungen ihrer Töne, Klänge und Melodien kein chaotisches Sammelsurium sind, sondern vielmehr einer klaren, nachvollziehbaren Ordnungsform folgen.
Mittels Überwachungskameras werden die Aktionen im Musikerbereich auf TV-Geräte, die zum Inventar der Bar gehören, projeziert und somit näher an das Publikum herangebracht.Im Publikumsbereich, direkt vor dem Tor steht eine Ansammlung verschiedenster Stühle. Ausgerichtet auf das geöffnete Tor und eine Betrachtungshaltung vorgebend, weisen sie Vorbeigehende auf die Veranstaltung hin und laden zum Platznehmen ein.
Der Zutritt für das Publikum ist frei!
Das Projekt wird gefördert wiederum von einem Mix projektnaher Gesellschafts-Vertreter Münsters aus dem öffentlichen, gemeinnützigen und privatwirtschaftlichen Bereich.
